Die meisten Elektroautos stehen 90% der Zeit ungenutzt herum – mit einer Batterie, die grösser ist als jeder Heimspeicher. Was wäre, wenn Sie diese Energie nutzen könnten? Genau das ermöglicht eine bidirektionale Wallbox. In der Schweiz ist diese Technologie noch wenig bekannt, dabei bietet sie enormes Potenzial für alle, die bereits eine PV-Anlage haben oder planen.
Was ist eine bidirektionale Wallbox?
Eine herkömmliche Wallbox lädt Ihr Elektroauto – Strom fliesst in eine Richtung. Eine bidirektionale Wallbox kann mehr: Sie lädt nicht nur, sondern speist bei Bedarf Strom aus der Fahrzeugbatterie zurück ins Haus oder sogar ins Netz.
Ihr Elektroauto wird damit zum mobilen Stromspeicher. Ein typischer Heimspeicher fasst 5 bis 15 kWh. Die Batterie eines Elektroautos? Oft 60 bis 100 kWh. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Stellen Sie sich einen sonnigen Tag vor: Ihre PV-Anlage produziert mehr Strom als Sie verbrauchen. Statt den Überschuss günstig ins Netz einzuspeisen, lädt Ihre bidirektionale Wallbox Ihr Auto auf. Am Abend, wenn die Sonne weg ist und Sie kochen, Wäsche waschen und den Fernseher einschalten, fliesst der Strom aus dem Auto zurück ins Haus.
Das Ergebnis: Sie nutzen mehr von Ihrem selbst produzierten Solarstrom und kaufen weniger teuren Netzstrom ein.
V2H, V2G, V2X – was bedeutet das?
Rund um bidirektionale Wallboxen gibt es einige Abkürzungen:
V2H (Vehicle-to-Home) bedeutet, dass Ihr Auto Strom an Ihr Haus liefern kann. Das ist der häufigste Anwendungsfall in der Schweiz.
V2G (Vehicle-to-Grid) geht noch weiter: Ihr Auto kann Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Damit könnten Sie theoretisch Geld verdienen, indem Sie Netzstabilität unterstützen. In der Schweiz ist das regulatorisch noch nicht überall möglich, aber die Entwicklung geht in diese Richtung.
V2X (Vehicle-to-Everything) ist der Überbegriff für alle diese Anwendungen.
Welche Autos sind kompatibel?
Nicht jedes Elektroauto unterstützt bidirektionales Laden. Aktuell funktioniert die Technologie mit Fahrzeugen, die den CHAdeMO-Standard nutzen oder explizit für V2H/V2G freigegeben sind. Dazu gehören unter anderem einige Modelle von Hyundai, Kia, Genesis und der Nissan Leaf.
Besonders erfreulich für den Schweizer Markt: Volkswagen hat mit den neuesten Modellen der ID-Reihe – vom ID.3 bis zum ID.7 – bidirektionales Laden eingeführt. Damit wird die Technologie für eine breite Käuferschicht zugänglich.
Weitere Hersteller wie BMW und Mercedes haben angekündigt, bidirektionales Laden in kommenden Modellen zu unterstützen. Vor dem Kauf einer bidirektionalen Wallbox sollte immer geprüft werden, ob das eigene Fahrzeug kompatibel ist.
Wann lohnt sich eine bidirektionale Wallbox?
Eine bidirektionale Wallbox ist besonders interessant, wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen:
Sie haben bereits eine PV-Anlage oder planen eine. Ohne eigene Solarproduktion fehlt der günstige Strom zum Laden, und der Vorteil schrumpft deutlich.
Sie haben ein kompatibles Elektroauto. Ohne passende Schnittstelle im Fahrzeug funktioniert die Rückspeisung nicht.
Ihr Auto steht regelmässig zu Hause. Wer täglich lange Strecken pendelt und das Auto selten daheim hat, kann die Speicherfunktion kaum nutzen.
Sie möchten unabhängiger vom Stromnetz werden. Gerade bei volatilen Strompreisen und für Notstromszenarien bietet die Technologie echten Mehrwert.
Förderung in der Schweiz
Viele wissen es nicht: Bidirektionale Wallboxen werden in mehreren Kantonen gefördert. Im Kanton Zürich beispielsweise gibt es 2’000 Franken pauschal pro bidirektionaler DC-Ladestation an privaten Parkplätzen (Stand 2025). Das gilt für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Auch der Kanton Graubünden bietet eine Förderung von 2’000 Franken an. Für Unternehmen existieren ebenfalls Förderbeiträge.
Ob Ihr Kanton Förderungen anbietet, können Sie auf energiefranken.ch unter der Option „Mobilität“ prüfen. Die Förderlandschaft ändert sich regelmässig, ein Blick lohnt sich.
Unser Angebot: RA Voltaik FlowCharge Bidirektional
Wir bieten mit dem RA Voltaik FlowCharge Bidirektional 12/25 kW ein Komplettsystem an, das weit über eine einfache Wallbox hinausgeht. Es handelt sich um ein 5-in-1 Energiesystem, das folgende Komponenten vereint:
- PV-Wechselrichter
- Bidirektionale DC-Wallbox (12 kW oder bis zu 25 kW Ladeleistung)
- Batterie-PCS (Power Conversion System)
- Leistungsstarke Batteriemodule
- Intelligentes Energiemanagement-System (EMS)
Das System ist ab CHF 8’491.00 inkl. MwSt. erhältlich. Der finale Preis hängt von Ihrer individuellen Konfiguration ab.
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Fazit
Bidirektionale Wallboxen sind in der Schweiz noch ein Nischenthema, aber das Potenzial ist enorm. Wer bereits ein Elektroauto und eine PV-Anlage hat (oder beides plant), sollte diese Technologie auf dem Radar haben. Die Kombination aus Eigenverbrauchsoptimierung, Notstromfähigkeit und kantonaler Förderung macht bidirektionales Laden zu einer spannenden Option für mehr Energieautarkie.
Sie haben Fragen zur bidirektionalen Wallbox oder möchten wissen, ob Ihr Auto kompatibel ist? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne.
